Interaktive Methoden für Online- und Präsenz-Workshops: Teil 1

Neue Blog-Serie: Interaktive Methoden für Online- und Präsenzworkshops
14. April 2020
Interaktive Methoden für Online- und Präsenzworkshops: Teil 2
24. Mai 2020
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Interaktive Methoden für Online- und Präsenz-Workshops: Teil 1

Die Skala

Teil 1 der Blog-Serie zur Online-Lernstunde „Meine Top 7 Lernmethoden für Online- und Präsenzformate“

 

Wertvolle Rückmeldung aus dem Teilnehmerkreis

Was wir aus dem Präsenztraining kennen und oft verwenden, sei es zur Stimmungsabfrage oder für eine inhaltliche Einschätzung, kommt im Online-Raum ebenso gut und wirkungsvoll zum Einsatz.
Eine einfache Skala von 0 bis 10 kann sowohl für Fragestellungen aus der Meta-Perspektive als auch für Detail-Fragen ein wertvolles Mittel sein, um eine Einschätzung seitens der TeilnehmerInnen zu bekommen.

 

Was ich an der Skala so sehr mag, ist, dass es eine nonverbale Methode ist. Teilnehmende, die gerade zu Beginn eines Workshops eher abwartend sind und nicht gerne sprechen, haben mit Hilfe der Skala die Möglichkeit, ihrer Meinung auch ohne Stimme Ausdruck zu geben.
Als Trainer achte ich darauf, die richtige Fragestellung zu wählen, sodass ich die Antworten bekomme, die ich brauche, um den weiteren Kurs des Workshops zu bestimmen, also noch zielgerichteter auf die Bedürfnisse meiner Teilnehmenden eingehen zu können.

 

Welche Fragestellungen lassen sich mittels der Skala klären?

Da gibt es ganz vielfältige Möglichkeiten:

  • Wie motiviert bist du für diesen Kurs / für das heutige Coaching / für den Tag heute?
  • Wie bist du mit den Aufgaben seit dem letzten Mal zurecht gekommen?
  • Wie leicht oder schwer fällt dir diese Aufgabe?
  • Wie vertraut bist du mit Online-Methoden?
  • Wie geht es dir jetzt im Moment?
  • Wie sehr kannst du dir vorstellen, das neu Gelernte in deiner Arbeit umzusetzen?

 

Für Workshop-Teilnehmer, für Eltern, für Kinder, für mich selbst

Was im Workshop gut funktioniert, lässt sich übrigens auch wunderbar ins persönliche Umfeld übertragen. Die Skala eignet sich nämlich sehr gut als „Selbst-Coaching-Methode“. Wenn ich die Frage „Wie fühle ich mich heute?“ auf der Skala für mich mit 4-5 bewerten würde, dann verstehe ich vielleicht besser, warum die Produktivität an diesem Tag auf sich warten lässt. Gleichzeitig kann ich darüber nachdenken, was ich bräuchte, um von 4-5 auf 5-6 oder höher zu kommen.
Eltern empfehle ich die Arbeit mit der Skala zum Beispiel als Routine zur Einstimmung in die Hausaufgaben- und Lernzeit, sowie zur Reflexion gelernter Inhalte. Kinder lieben die Skala sehr, weil es ihnen oft schwer fällt, ihre Gefühle in Worte zu fassen oder weil sie im Moment einfach nicht reden wollen.

 

 

Was kann ich also auf der Skala abbilden?

  • Allgemeine Stimmung und Zustände (Motivation, Konzentration, Entspanntheit…)
  • Grad des Verständnis eines Themas
  • Grad der Vertrautheit mit einem Thema
  • Transfer eines Themas ins eigene Umfeld

 

Zu jeder beliebigen Kurs- oder Workshop-Phase ist die Skala für mich seit langem ein einfaches und wirkungsvolles Mittel, um das Wohlbefinden meiner TeilnehmerInnen, ihre Zustimmung oder Ablehnung, ihr Verständnis oder ihre Zweifel wahrzunehmen und daraus konkrete Aktionen abzuleiten – egal, ob im Einzel- oder Gruppensetting, ob im Onlineraum oder im Präsenzformat.

Mein Kurs „Kreativ im Online-Raum“ startet am 9. Juli 2020. Ein zweiteiliger, lebendiger Online-Workshop, in dem du lernst, wie du ein digitales Veranstaltungskonzept didaktisch umsetzt und, vor allem, wie kreative Lehr- und Lernrnmethoden im Online-Raum gewinnbringend eingesetzt werden können.

Hier findest du die Infos zu den Workshop-Inhalten und zur Anmeldung!